44. Jahrestagung der DGPA
27.10.2011 bis 29.10.2011
"Das Kreuz mit der Identität"
Brixen
Cusanus Akademie
Meine Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen!
Der Terminus Identität gehört zu den wichtigsten und facettenreichsten Grundbegriffen der Psychologie und Soziologie des 20. Jahrhunderts. Er umfasst sowohl individuelle (personale, Rollen- und Geschlechtsidentität) als auch kollektive Aspekte (kulturelle und religiöse Identität). Identität entsteht in der biographischen Entwicklung eines Menschen im Wechselspiel von Selbst- und Fremdzuschreibungen. Im Zeitalter der Postmoderne ist Identität als überdauernder Teil der psychischen Struktur des Menschen fragil geworden. Aber auch in verschiedenen psychischen Störungsbildern wie etwa der Schizophrenie oder der dissoziativen Identitätsstörung wird die gewohnte Identität hinterfragt und verändert. Normale und pathologische Identitätsfindung werden entsprechend ihrer Bedeutung für unser Dasein immer wieder auch von Malern, Literaten und Filmschaffenden thematisiert. Die deutschsprachige Gesellschaft für Kunst und Psychopathologie des Ausdrucks ist dieses Jahr vom 27.-29. Oktober im wunderschönen Brixen zu Gast. Ich wünsche uns allen eine spannende und unterhaltsame Tagung mit richtungsweisenden Vorträgen, bereichernden Diskussionen und geselligem Beisammensein!
Ihr
Thomas Stompe
Geschäftsführender Präsident der DGPA